Walnusshof Angerstorf

Kurzbeschreibung

Die Walnuss als heimisches Lebensmittel soll in Wert gesetzt und nachhaltig genutzt werden. Dafür werden Verarbeitungsstrukturen ausgebaut. 
Konkret soll ein ehemaliger Kuhstall für die Walnussverarbeitung umgenutzt werden. Nach einem entsprechenden Umbau wird das Gebäude mit einer Walnussknackstraße bestückt. Zentraler Bestandteil ist die Knackanlage. Anderen Walnussbaumbesitzern wird ermöglicht, ihre Ernte hier verarbeiten (knacken) zu lassen.

Ausgangssituation

Der Bioland-Betrieb bewirtschaftet Äcker, Wiesen und Wald. 2018 und 2019 wurden dort 440 Walnussbäume gepflanzt, die nun langsam in den Ertrag gehen. 340 Bäume stehen auf einer Agroforstfläche mit 7,2 ha.  Weitere 100 Bäume stehen am Feldstückrand eines anderen Feldes. Im Rahmen der Kleinprojektförderung der Ökomodellregion wurden 2024 eine Walnusstrocknungsanlage sowie eine Wasch- und Sortieranlage angeschafft. Um die Walnüsse weiter verarbeiten und vermarkten zu können, ist der Aufbau einer Knackanlage (Knackstraße) notwendig, die bis zu 80 kg Walnüsse pro Stunde knacken und sortieren kann; eine Vorsortierung in verschiedene Größen ist nicht erforderlich. Die Knackanlage soll in einen ehemaligen Kuhstall integriert werden, der nach einem Umbau Platz dafür bietet, sodass ein Teil der Ernte aufgewertet und gleichzeitig anderen Walnussbaumbesitzern das aufwendige Entkernen erleichtert werden kann. In der Region werden viele Walnüsse aufgrund des aufwendigen Entkernprozesses nicht genutzt; die geplante Anlage würde helfen, diese Entkernarbeit zu erleichtern, die Wertschöpfung erhöhen und dem Betrieb ein sinnvolles, zusätzliches Standbein geben.

Ziele

Regionale Wertschöpfung Die Vermarktung und Verwendung eines heimischen Produkts soll gefördert werden. Die Vernetzung der Walnussproduzenten soll gestärkt werden. Es wird der Direktverkauf ab Hof oder auf regionalen Märkten angestrebt sowie Kooperationen mit regionalen Betrieben, zum Beispiel Ölmühlen.  Der bestehende Betrieb, der seit 2017 ökologisch bewirtschaftet wird, soll um ein stabiles wirtschaftliches Standbein erweitert werden. Eine verarbeitende Wertschöpfungskette soll weiterentwickelt werden.

Ressourcen- und Klimaschutz Es soll eine ökologische, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung der Flächen erfolgen. Zudem wird angestrebt, CO2 in den Boden einzuspeichern und Erosion auf den Ackerböden zu vermeiden. Die Flächen sollen auch teilweise als Hühnerweide genutzt werden. Walnüsse blühen früh und dienen zugleich als wichtiges Bienenfutter.

Aufwertung eines regionalen Lebensmittels  Die Walnuss soll von einem Rohstoff zu einem hochwertigen, identitätsstiftenden Regionalprodukt entwickelt werden: klare Herkunft, kulinarisches Profil und Mehrwert für die Region.

Gesundheitsförderung Walnüsse zählen zu gesunden Lebensmitteln mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie wirken sich positiv auf Herz-Kreislauf-System, Gehirnfunktion und Immunabwehr aus.

 

Geplante Maßnahmen

  • - Umbau eines ehemaligen Kuhstalls
  • - Anschaffung der notwendigen Geräte: Knackmaschine, Gebläse, Förderband und Sieb

 

 

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LAG-Beschluss: 10.07.2025

Bewilligung: noch ausstehend

Geplante Fertigstellung: 2026

Projektträger: Franz Prinz

Beschlossene LEADER-Förderung: 33.000 €